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Monika Grottke
Geboren wurde ich 1982 in Neuburg an der Donau. Meinen Eltern habe ich meine große Tierliebe zu verdanken. Aufgewachsen mit unserer Deutschen Schäferhündin Asta, begleiteten mich bis zum heutigen Tag ununterbrochen die verschiedensten Haustiere. Meine größte Liebe gilt allerdings den Hunden. Schon als Kind ging ich mit den Hunden in unserer Straße spazieren, brachte ihnen verschiedene Sachen bei und erkor den Beruf des Hundetrainers zu meinem großen Ziel. Unsere Asta starb als ich 8 Jahre alt war. Bald darauf hatte ich eine Nachbarshündin namens Flocki, um die ich mich, wann immer Zeit war, kümmerte. Da Flocki eine sehr ängstliche Hündin war, wurde bereits damals mein Interesse daran geweckt, wie Hunde lernen und wie man ihr Verhalten ändern kann. Natürlich interessierte ich mich nach meinem Schulabschluss für eine Ausbildung mit tierischem Hintergrund. Leider konnte ich mir in meiner Heimatstadt den Traum der Tierarzthelferin, Zootierpflegerin oder Pferdefachwirtin nicht erfüllen. So bewarb ich mich um eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten. Schon bald wurde mir klar, dass dieser Beruf nur eine Notlösung sein konnte. Aus diesem Grund und auch um meine bisher mit Hunden gemachten Erfahrungen vertiefen und erweitern zu können, begann ich 2004 das Studium der Tierpsychologie – Fachrichtung Hund – bei der Akademie für Tiernaturheilkunde in der Schweiz, welches ich im Juni 2006 mit Erfolg abschloss. Verschiedene Praktika in Hundeschulen und bei Verhaltenstherapeuten ergänzten die theoretische Ausbildung mit der nötigen Praxis. Eine ständige Weiterbildung in Form von Seminarbesuchen, Studium meiner umfangreichen Fachliteratur und dem Austausch mit Trainerkollegen ist für mich selbstverständlich. Nur so kann die Aktualität meiner Fachkenntnisse gewährleistet werden. Im Herbst 2006 gründete ich dann für ca. 1,5 Jahre eine Spaßgruppe, in der ich Freunden in wöchentlichen Treffen neue Ideen und Beschäftigungsmöglichkeiten für ihre Hunde zeigte. Dies beinhaltete spielerischen Grundgehorsam, Lernspiele, und gezielte Übungen bei Problemverhalten. Dadurch konnte ich weitere Praxiserfahrungen im Umgang mit Menschen und ihren Hunden sammeln. Seit Mai 2008 bin ich nun in Königsbrunn, Augsburg und Umgebung als Hundetrainerin und Verhaltensberaterin nebenberuflich tätig und stehe meinen Kunden mit umfangreichem Wissen und Einfühlungsvermögen zur Seite.
Sunny
Sunny ist meine Golden-Retriever-Hündin, geb. 07/2002. Ich habe sie im März 2006 von ihrer Besitzerin übernommen, die mit ihr nicht mehr zurecht kam. Sunny war angstaggressiv gegenüber anderen Hunden. Die Gründe dafür lagen in der schlechten Zucht und einem mangelhaften Welpenkurs. Sunny wurde von den anderen Welpen gemobbt und sich selbst überlassen. Anstatt ihr die nötige Unterstützung zu geben, wurde gewartet, bis sie sich selbst zur Wehr setzte. Sie musste lernen, dass sie andere Hunde nur mit ihren Zähnen fernhalten konnte. Dieses Verhalten wurde drei Jahre lang gefestigt und Sunnys Hemmschwelle wurde immer niedriger. Am Ende reichte es, dass der andere Hund sie beschnüffelte und sie stürzte sich auf ihn. Für die Aggressionen wurde Sunny von der Vorbesitzerin ausgeschimpft. Beide befanden sich in einem Teufelskreis, aus dem es nur mit viel Kraft, Nerven und Geduld einen Ausweg gibt. Durch unzureichende Hundetrainer und –psychologen sah die Vorbesitzerin kein Licht am Ende des Tunnels und gab Sunny schließlich schweren Herzens ab.
Ein erlerntes Verhalten verschwindet aber nun mal leider nicht von heute auf morgen. Wir hatten zwar von Anfang an einen Draht zueinander, bei Hundekontakten aber trotzdem ein Problem. Aufgrund meiner bis dahin geringen Erfahrung mit aggressiven Hunden holte ich mir Hilfe bei meiner Trainerkollegin Katrin Schuster aus Buchloe. Sie schätzte Sunny richtig ein und gab mir die richtige Hilfe zur Hand, um Sunnys Verhalten langfristig ändern zu können. Sunny bekam nun die Hilfe, die sie bei Hundebegegnungen, welche sie nicht selbst regeln konnte, brauchte. Seit Mai 2006 kam es zu keinen angstmotivierten Beißvorfällen mehr. Direkte Hundekontakte laufen seitdem wieder weitgehend stressfrei ab. Manchmal machen wir aber auch heute noch Bekanntschaft mit Überbleibseln ihres alten Verhaltens. Nicht dramatisch aber einfach unschön ist Sunnys Verhalten, das sie gelegentlich gegenüber kleinen und ängstlichen Hunden an den Tag legt. Wenn sie dürfte, würde Sunny diese schon mal unfreundlich umrennen um sie dann erst zu beschnüffeln. Zwar lässt sich Sunny durch meine Anweisung zuverlässig davon abhalten, jeder Hundekontakt dient jedoch nun weiterhin dazu, höfliches und zurückhaltendes Verhalten von Sunny zu festigen und weiter auszubauen. Durch Sunny's Verhalten habe ich mich intensiv mit Hundeverhalten und Hundesprache auseinandergesetzt und bis heute sehr viel Erfahrungen gesammelt. Ich bin mir sicher, es werden noch etliche dazu kommen. Ich danke Sunny dafür, dass sie ein so vielseitiger und lernwilliger Hund ist und hoffe, dass sie mich noch einige Jahre begleiten darf. |